Westweg 2019 – Tag 4

Tag 4: Mittwoch, 31. Juli 2019, Etappenende bei Kilometer 105
Darmstädter Hütte bis Lettstädter Hütte (24 km plus 3,2 km Umweg für das Kniebis-Portal)

Um 7.15 Uhr klingelt der Wecker. Frühstück gibt es ab 7.30 Uhr. Wir machen erstmal ein Foto von der Cappuccino-Maschine, dem Traum der letzten Tage. Das Frühstück ist der Hammer. Kik hat noch nie so hervorragendes Müsli gegessen. Die 33 Euro für diese Unterkunft haben sich absolut gelohnt.

Gegen 9 Uhr brechen wir auf. Beim Ruhestein muss Oli nach Hause telefonieren und der Rest fährt so lange eine Runde mit einem Sessellift, der natürlich erst aufmacht, als wir schon unten sind. Also sechs Minuten noch mal hoch und sechs Minuten wieder runter.
Gegenüber an der Skisprungschanze verlaufen wir uns kurz, aber auch hier kommen wir schnell zurück auf den rechten Weg, welcher uns zum Schliffkopf führt. Das Wetter meint es weiter gut mit uns.

Der Weg ist abwechslungsreich und man hat schöne Aussichten.
Das „Sporthotel Zuflucht“ hat heute geöffnet und tolles Essen in Form von Hüttenrigatoni und Kässpätzle. Genügend Weizen darf natürlich auch nicht fehlen. Irgendwann kommt „der Photograph“ von der Badener Höhe an. Er erzählt uns, dass sein Rucksack 21 Kilo wiegt. Da er aber seine Isomatte vergessen hat, schläft er jetzt auf seinen in Luftpolster verschweißten Essensvorräten. *brüll*

An der Alexanderschanze treffen wir just-in-time unser Versorgungsfahrzeug. Oli steigt aus familiären Gründen bis morgen aus. Wir tauschen unsere T-Shirts, nehmen noch ein bisschen Proviant auf und gehen zu zweit weiter. Da wir alle Portale auf dem Weg „mitnehmen“ wollen, machen wir den 3,2 km langen Abstecher zur „Heilklimapforte Freundenstadt-Kniebis“. Kann uns mal einer erklären, warum man ein Westweg-Tor soweit vom Westweg entfernt bauen muss?

Es ist schon 17 Uhr. Wir machen uns auf Nachtlagersuche. Die Hildahütte ist auf den Hinweisschildern überall angeschrieben, entpuppt sich aber als winziges Hüttchen und außerdem ist der Photograph schon da. Leider treffen wir ihn hier zum letzten Mal, sonst hätten wir noch gefragt, ob man seine Fotos hinterher auch irgendwo bestaunen kann.

Aus dem Internet haben wir noch die Blitzhütte im Kopf. Die müsste als nächstes kommen und sah auf den Bildern perfekt aus. Wir laufen ewig und kommen zur Lettstädter Hütte. Die ist nicht annähernd so toll wie die erwartete und daher gehen wir abwechselnd ohne Gepäck noch mal von dort aus auf die Suche. Irgendwann geben wir auf und sind zufrieden mit dem was wir haben. Ein bisschen schade ist es aber schon.

Wir essen noch ein wenig, versorgen die Blasen und flüchten dann vor den Mücken in unsere Biwaksäcke. Nachts fallen wir fast von den Bänken. Warum müssen die eigentlich immer so schmal gebaut sein, dass man nicht ordentlich darauf schlafen kann? Die Nacht wird kurz und ungemütlich.

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