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Isle of Man 2015 – Tag 6

6.Tag: Freitag, 5. Juni 2015
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Mit der Dampfeisenbahn nach Castletown

Morgens ist das Wetter nicht so schön. Wir frühstücken unsere Smacks, packen diesmal rechtzeitig die Klamotten zusammen und sind um 10.30 Uhr an der Bahnstation. Klaus vom Gruseleck kommt schnell runter und schenkt den Mädels noch mal Schokolade.

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Manx Electric Railway

Wir fahren diesmal im geschlossenen Abteil. In Douglas angekommen muss Carolin erstmal schnell auf’s WC. Als wir wieder da sind, ist die Horse Tram natürlich gerade weg. Mist, die hätten wir nehmen müssen. Jetzt wird es knapp mit der Dampfeisenbahn um 12.50 Uhr. Es regnet. Wenn, dann kommt aber auch alles zusammen.

Zu Fuß an der Promenade unterwegs, entschließen wir uns irgendwann, den Bus zu nehmen. Weise Entscheidung! Wir steigen zwar schon etwas zu früh unten am Fährterminal aus, sind dann aber trotzdem noch sehr rechtzeitig an der Bahnstation. Da wir ja auch keine Karten mehr kaufen müssen, haben wir jetzt wieder genug Zeit.

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Dampflok

2015-06-05 Isle of Man015

Die Dampfeisenbahn ist toll. Wir bekommen ein Abteil für uns alleine und machen ein Scones-Picknick. In Castletown sind wir gegen 13:30 Uhr. Das Wetter ist mittlerweile super, als wir Castle Rushen erreichen. Da der Eintritt in unserem Pin mit drin ist, müssen wir da natürlich rein.

Castletown
Castletown

Die Mädels begeistern sich gleich am Eingang für irgendwelche rosanen Kostüme. Carolin bekommt dann ziemlich schnell Angst, weil es am Anfang dunkle Räume mit Stimmen vom Tonband gibt. Bei der tollen Aussicht oben beruhigt sie sich wieder.

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Aussicht über Castletown

Die Burg ist wirklich sehenswert und als wir wieder raus kommen, ist es schon kurz vor 16 Uhr. Ui!

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Castle Rushen

Dann sollten wir jetzt mal zurück, weil wir heute unbedingt noch Horse Tram fahren wollen. Die Bahn fährt um 16:27 Uhr und kommt leider falschrum. Da will man einmal ein schönes Video machen…

Zurück in Douglas laufen wir direkt die Lord Street runter zur Tram Station. Die letzte Pferdebahn vom Victoria Pier fährt heute um 17:40 Uhr. Beim Bushy’s Zelt ist mittlerweile richtig was los. Kurz vor dem Eintreffen der Horse Tram sehen wir, dass jemand auf der Straße und damit auch auf den Gleisen liegt. Sieht aus, als hätte es einen Unfall gegeben. Die Polizei ist recht schnell da und der Krankenwagen dann auch. Unsere Bahn startet mit etwas Verspätung und wir sind zuerst ganz allein.

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Gegen 18 Uhr sind wir wieder an der Electric Railway, die dann aber erst um 18:40 Uhr fährt. Wir beschließen noch schnell zum T-Shirt Shop zu laufen. Es ist knapp, aber wir haben immerhin zehn Minuten, um das Angebot durchzuschauen.

Die Bahn zurück in den Norden ist dann nur noch mit einem einfachen Wagon und Pritschen gegenüber ausgestattet. Carolin schläft auf der Rückfahrt mal wieder ein.

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Isle of Man 2015 – Tag 5

5.Tag: Donnerstag, 4. Juni 2015
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Laxey Wheel, Snaefell, Woollen Mills

Die erste Bahn von Dhoon Glen aus geht erst um 10.40 Uhr. Wir haben also ewig Zeit und genau deshalb wird es am Ende richtig knapp. Typisch!

Die Bahn kommt
Die Bahn kommt

Die Fahrt im offenen Wagen ist super zum Photographieren, vorausgesetzt, man sitzt auf der richtigen Seite. In Laxey steigen wir schon wieder aus und laufen erstmal zum großen Rad. Auf dem Weg dorthin verkauft jemand tolle gusseiserne Dreibeine, aber die 40 Pfund machen uns nicht spontan genug.

Campingplatz im Hintergrund
Unser Campingplatz im Hintergrund

Unterwegs bekommt Carolin einen Tobsuchtsanfall, weil sie nicht zuerst auf dem kleinen Bähnle sitzen darf.

Carolin durfte nicht als Erste auf die Lok
Carolin durfte nicht als Erste auf die Lok

Nun muss aber penibel darauf geachtet werden, dass sie als Erste ganz oben auf dem Rad ist. Beim Laxey Wheel angekommen kaufen wir endlich jeder für 10 Pfund den Heritage Pin, mit dem man während der TT bei allen Manx National Heritages freien Eintritt hat.

Familienbild
Familienbild

Vor dem Eingang zur Lady Isabella schmeißt ein Brite seine Karre erstmal auf den Boden. Beim Rad ist es wie immer nett, für’s Touri-Programm ein Muss. Carolin ist diesmal die Erste oben, der Tag ist gerettet.

Oben
Oben

Dann gibt es im Souvenir Shop für alle ein Eis. Der Laden auf dem Weg zum Rad hat viele schöne Sachen, ähnlich wie der in Ramsey.

Nun gehen wir zurück zur Haltestelle, wo in fünf Minuten die nächste Bahn zum Snaefell hochfährt. Wir bekommen noch recht gute Plätze und die Aussicht ist auch fein. Oben angekommen ist es sehr windig und ein bisschen neblig, so dass man nicht an die andere Küste gucken kann, aber die Insel ist recht gut zu überblicken.

Es windet
Es windet

Dann ist uns kalt. Die nächste Bahn ist schon voll, aber die übernächste um 14:40 Uhr ist unsere. Wir setzen uns dann auch rechtzeitig rein, als es gerade zuzieht und man vor lauter Nebel nicht mehr besonders viel sieht. Carolin schläft auf der Rückfahrt ein, bei der angenehmen Ruckelei kein Wunder.

Ausblick
Ausblick

Wieder unten laufen wir vor bis zum Queens Hotel und besuchen die Woollen Mills Weberei.

Auf dem Rückweg sagen wir dem Kartenkontrolleur beim Einsteigen, dass wir am Dhoon Glen aussteigen wollen und sind ganz stolz darauf, daran gedacht zu haben, weil das jetzt nur noch ein Bedarfshalt ist. Die Bahn fährt dann auch prompt an der Haltestelle vorbei und der hintere Schaffner muss eine kleine Notbremsung machen. Wir steigen etwas unbequem aus und werden sogleich von der Hexe an der Station angemotzt, weil man auf den Schienen nicht laufen dürfe und das 1.000 Pfund kosten würde. Wir versuchen ihr zu erklären, dass das nicht vorgesehen aber mit dem Schaffner abgestimmt war und wir eben noch in jenem Zug gesessen haben, aber sie ist so in Rage, dass sie das erst beim dritten Anlauf versteht.

Es ist mittlerweile Spitzen-Wetter. Markus kocht Spätzle in der Hütte, die Linsen werden auf dem Trangia zubereitet. Bissle schwäbisch geht überall. Gegessen wird an unserem Tischle in der Sonne. Jetzt würde nur noch ein guter Essig fehlen…

Essen
Linse mit Spätzle und … noi, koine Saitawiarschd

Eugen schleppt irgendwann einen großen Fisch an, den sie am Stausee in den Bergen geschenkt bekommen haben. Heiner hilft bei der Zubereitung.

Fang des Tages
Fang des Tages

Die Mädels gehen heute zum Glück wieder ganz brav und müde ins Bett. Später abends fliegt noch die ISS über den Platz. Man kann sie von hier aus hervorragend sehen.

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Isle of Man 2015 – Tag 4

4.Tag: Mittwoch, 3.Juni 2015
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Hochzeit von Carol & Wayne,Ramsey Qualifying

Kik wacht um acht Minuten vor zwölf auf. Nanu, erst oder schon? Nee, is schon hell. Ab jetzt geht es auch ohne Zeit, die Batterien an der Uhr sind leer. Das soll wohl ein Zeichen gewesen sein. Den Rest des Urlaubs ist es einfach kurz vor zwölf. Schon morgens kommt so richtig die Sonne raus. Scheeee!

Sonne
Sonne!

Unter den Briten auf dem Platz sind zwei, die heute heiraten werden. Davon wusste niemand etwas, nicht mal deren Freunde. Wir werden spontan auch mit eingeladen und in den wenigen Stunden bis zur Trauung wird alles vorbereitet, was man so vorbereiten kann. Aus alten, goldfarbenen Iso-Matten schnitzen sich alle Krawatten, Kronen und Röckchen. Sehr schick!

Irgendwann fahren wir los nach Ramsey. Dort parken wir wie immer in der Nähe des Bowling-Centers. Wir gucken erstmal zum Book-Shop und sind total enttäuscht: Der Laden hat jetzt eine Kaffee-Ecke mit drin, ist dafür aber quasi nur noch halb so groß und es gibt überhaupt keine tollen Sachen mehr. Früher war das mal die Adresse für Schnickschnack. Die Heritage-Pins, mit denen man freien Eintritt zu vielen Kulturstätten hat, bekommen wir da auch nicht. Also weiter in die Stadt.

Im Official TT Merchandise gibt es die Pins ebenfalls nicht. In der Tourist-Info dasselbe. Unglaublich! Wir geben es auf und da nebenan gleich der Bahnhof ist, versuchen wir die 3-Tages-Go-Karten zu kaufen. Erst ist der Schalter zu, aber man hat uns bemerkt und öffnet spontan. Wir zahlen einen Haufen Geld für eine Familienkarte (75 Pfund), die uns aber gar nicht so viel Ersparnis bringt, da Kinder unter fünf sowieso frei sind. Dummerweise gelten die Karten nicht an drei beliebigen, sondern nur an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Unsere Planung steht also fest.

Im co-operative gibt es, typisch für GB, zwei 4er Packungen Eis für den Preis von einer. Als Schwabe kauft man da natürlich lieber zu viel, wenn man relativ gesehen ja weniger zahlt. Wir setzen uns an den Hafen und verschenken das zu viel gekaufte Eis an zwei kleine Jungs, die gerade mit ihrem Opa vorbei kommen.

Eis am Hafen
Eis am Hafen

Dann wollen wir in den Souvenir-Laden, in dem wir ein Geschenk für die Hochzeit aussuchen. Der kleine Laden am Hafen ist voll mit Krimskrams, aber für Mitbringsel wirklich toll. Da gibt es manchmal Sachen, die man anderswo nicht findet.

Anschließend fahren wir über die Brücke, die eben noch gedreht wurde, zum Spielplatz. Schaukeln, rutschen, klettern, Kekse essen und wieder zurück zum Campingplatz. Dort sind alle schon ein bisschen in Hektik. Wir machen schnell zwei Dosen Gemüseravioli warm und ziehen uns dann noch festlich um, naja, im Rahmen unserer Möglichkeiten. Die Hochzeit von Carol und Wayne ist um 15 Uhr in der Parish Church of Christ Church Dhoon, quasi schräg gegenüber vom Glen Mona Pub. Die Freunde des Hochzeitspaars, die von dem Termin genauso überrascht wurden wie wir, haben sich ebenso schick gemacht. Einer hat einen Damenhut auf, den er extra noch in einem Second Hand Laden in Douglas gekauft hat. Es wird eine witzige Zeremonie mit einem Pfarrer und einem Notar in Mopedklamotten, der die Texte von seinem Tablet abliest. Der Bräutigam wird von seinem Kumpel mit dem Motorrad (der Vorschlag kam vom Pfarrer!) direkt vor den Altar gefahren.

Mit dem Mopped in die Kirche
Mit dem Mopped in die Kirche
Carol und Wayne
Carol und Wayne
Spalier
Spalier

Nach der Trauung fahren wir zurück nach Ramsey, um ein bisschen Muscheln zu sammeln. Das Wasser ist gerade wieder weg, wir finden aber nicht viel. Die Tiede ist hier irgendwie schneller als zuhause. Es gibt noch ein paar Fotos beim Leuchtturm vorne, wo gerade ein tolles »Piratenschiff« vor Anker liegt.

Piratenschiff
Piratenschiff

Dann laufen wir zum Parliament Square. Es ist halb sechs und um 18 Uhr soll es noch ein Qualifying geben. In dem großen Shoprite kaufen wir uns also was zum Abendbrot. Es gibt Aufklappbrote mit Käse, hinterher Schnecken mit Schokostücken drin.

Lowrider
Lowrider

Wir schauen uns ein paar Rennfahrer in der Kurve an und gehen dann noch zweimal mit der Strecke mit. Dabei entdecken wir, dass es einen Platz mit fettem Kinderspielplatz gibt, der aber jetzt leider auf der falschen Seite liegt. Vielleicht nächstes Mal.

Parliament Square
Parliament Square
Ramsey Richtung May Hill
Ramsey Richtung May Hill

Auf dem Rückweg halten wir noch bei Dave im Glen Mona. Wir schnacken ein bisschen und fahren dann ohne Polizeistopp zurück zum Campingplatz. Dort ist es ziemlich ruhig. Wir sichern erst einmal unsere Fotos, laden alle Akkus wieder auf und setzen uns dann ans Lagerfeuer. Zwischendurch kommen noch Doc und Alister, die ein großes Vertrauen darauf haben, dass ihre dagelassenen Sachen vom letzten Jahr noch vorhanden sind.

Wir werden ziemlich schnell müde und ohne das Lagerfeuer wäre die Kälte nicht auszuhalten. Gegen 23 Uhr oder so gehen wir ins Bett. Die letzten Kanonenschläge wiegen uns in den Schlaf.

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Isle of Man 2015 – Tag 3

3.Tag: Dienstag, 2.Juni 2015
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Fairy Bridge & Murray’s Motorcycle

Gegen 6 Uhr wacht Helen auf und befindet, dass dann ja wohl alle ausgeschlafen haben müssen. Die Nacht war ruhig und für alle warm, außer für Tante Silke. Deren Schlafsack und Iso-Matte muss noch optimiert werden. Wir haben sehr gut geschlafen. Wir holen die restlichen Sachen aus dem Bulli und frühstücken erstmal.

Die Hütte wird mittlerweile außerhalb der TT von einem Harley-Club aus Peel (Moddey-Dhoo) genutzt, so dass sie recht gut ausgestattet ist. Wir frühstücken also drinnen am großen Tisch unsere mitgebrachten Smacks und denken darüber nach, was wir alles zuhause im Kühlschrank vergessen haben.

Aussicht vom Zelt
Aussicht vom Zelt

Irgendwann fahren wir runter nach Douglas und parken am Fährhafen. Im Infozentrum holen wir uns jede Menge Flyer.

Nachdem wir Lesestoff für den Rest des Urlaubs mitgenommen haben, fahren wir wieder an der Promenade zurück und suchen einen Parkplatz. Ziemlich weit hinten finden wir einen, aber ein bisschen laufen schadet ja nicht. Wir gehen an der Villa Marina vorbei, schauen kurz, wie schön die T-Shirts dieses Jahr sind und kaufen dann in der Fußgängerzone im Souvenirladen ein. Dann wollen die Mädels mal wieder unbedingt einen Keks. Wir setzen uns auf den Spielplatz an der Promenade und sind enttäuscht, dass die Blumenpracht zur TT nur 3% so schön ist wie zum Manx Grand Prix. Der Frühling war kalt und die Pflanzen fangen jetzt erst an, ihre Köpfe aus der Erde zu stecken.

Douglas Promenade
Douglas Promenade

Danach laufen wir zurück zum Bulli, einen Großteil davon am Strand, wo Steine und Muscheln gesammelt werden.

Jetzt ist es Zeit, an der Fairy Bridge die Feen begrüßen zu gehen. Nachdem wir es geschafft haben, ohne umgefahren zu werden, ein bisschen zu gucken und Fotos zu knipsen, entscheiden wir uns noch zu einem Besuch in Murray’s Motorcycle Museum, da wir ja ohnehin ganz in der Nähe sind.

Fairy Bridge
Fairy Bridge
Ralph's Cafe
Ralph’s Cafe

Peter Murray hat, seitdem wir das erste Mal in seinem neuen Museum waren, immer weiter ausgebaut. Es gibt jetzt einen Vorbau und mittlerweile muss auch wieder Eintritt gezahlt werden, dafür bekommt man aber Aufkleber und Magneten. Unten ist alles ein bisschen voller mit Fotos, ansonsten hat sich nicht viel verändert. Oben kann man jetzt nach links oder rechts gehen und dort kommt der gefühlt 85-Jährige Ralph und bietet einem Tee oder Kaffee an. Das neue Museum ist schön geworden, auch wenn wir das alte in den Bergen ein wenig vermissen. Jetzt gibt es einen Grund weniger, einfach mal so zum Bungalow zu fahren.

Also zweimal Tee für die Girls, kochend heißen Kaffee für den Fahrer und Caprisonne für die kleinen Zwerge. Als Carolin kein Interesse mehr an ihren Biscuits ohne »c« hat, geht sie einfach runter und setzt sich wieder auf eines der beiden Kindermopeds am Eingang. Da gerade wenig los ist, wird sie spontan von einem der Helfer eine kleine Runde über den Platz geschoben. Vielleicht hilft dabei auch ihre coole, rot-schwarze Motorradjacke, die sie anhat.

Carolin mit Renner
Carolin mit Renner

Peter schenkt ihr dann noch einen der dreieckigen, weißen Schlüsselanhänger und macht ihn auch gleich an ihrer Jacke fest. Als Helen dann auch einen bekommt, fällt ihr sogar „Thank you“ fast von alleine ein. Kik holt eines der SR-Bilder vom Point of Ayre von 2005 und der nette Helfer sucht mit uns gleich einen schönen Platz oben bei Ralphs Klönschnackecke aus. Wir sind gespannt, ob es da nächstes Mal noch hängt.

Peter Murray und Helen
Peter Murray und Helen

Im Manx Radio hören wir, wie die Crew der Ben-My-Chree für ihren gestrigen Mut gelobt wird. Wir finden, wir hätten für die Tour auch ein Lob verdient, weil wir mitgefahren sind.

Wieder zurück auf dem Camping-Platz möchte ein Bier aus der Dose möglichst schnell getrunken werden, weil es während der Fahrt undicht geworden ist und sich langsam im Bus verteilt. Wir kochen erstmal Nudeln auf unserem neuen Gaskocher, den wir beim SR-Treffen in Biblisheim gewonnen haben, und Soße auf dem Trangia. Was für ein Luxus. Gegessen wird am Ikea-Tisch vor dem Zelt. Das Wetter war heute gut, etwas kalt zwar, aber nur ein paar wenige, kleine Schauer.

Mittag
Mittag

Am Gruselseck steht zur TT und zum MGP mittlerweile ein Kreuz für Michael (Dank Rudi aus dem IOM Forum). Außerhalb der Rennen wird es im Arboretum nebenan aufgebaut, wo auch eine Bank für ihn steht.

Gruseleck
Gruseleck

Wir haben Bier mitgebracht und die Jungs holen ein paar Tüten Chips hervor. Als ein Feuerwehrfahrzeug vorbeikommt und an der Ecke anhalten muss, steigt einer der Feuerwehrleute aus und fragt, ob Helen und Carolin mal drin sitzen wollen. Klar wollen sie.

Feuerwehr
Kinder-Feuerwehr

Als Eugen und Dennis zum Campingplatz zurückfahren, gehen wir auch. Dort hatten Heiner und Markus vorhin schon das Feuer angemacht und das war gut so. Die mittlerweile wieder eingetroffenen Engländer bauen sich irgendwann mit ihrer Hollywoodschaukel und einer weißen Plane eine gemütliche Ecke.

Da es immer noch kühl ist und die Anfahrt noch in den Knochen steckt, gehen wir auch heute nicht zu spät ins Bett. Das Zeitgefühl ist aber ohnehin durcheinander, weil es hier im Juni schon sehr viel länger hell ist als bei uns zu Hause.

Grünes Feuer
Grünes Feuer

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Isle of Man 2015 – Tag 2

2.Tag: Montag, 1. Juni 2015
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Die Reise geht weiter

Wir wachen morgens gegen 6 Uhr auf und es ist gerade Land in Sicht. Um 7 Uhr sagt die freundliche Holländerin, dass es schon wieder 6 Uhr ist. Welcome to Britain! Wir frühstücken dann erstmal die letzten Marienkäfer-Kekse von Carolins viertem Geburtstag, Äpfel, Möhrchen und ein paar Müsli-Riegel. Gegen 7 Uhr britischer Zeit legt die Fähre in Kingston upon Hull an.

Ankunft in Hull
Ankunft in Hull

Die Mädels hüpfen noch ein bisschen und kurz vor acht dürfen auch wir wieder runter aufs Car Deck 7 zu unserem Bulli. Ein paar Engländer haben die Ruhe weg und lassen alle warten. Nach der Passkontrolle geht es dann quer durch England. Wir fahren diesmal eine leicht andere Strecke als 2012, vorbei an Goole, Knottingley, Wetherby, Harrogate, Skipton und Lancaster nach Heysham, wo wir um 12.40 Uhr gut in der Zeit ankommen.

Nordengland
Nordengland

Unterwegs legen wir bei Harrogate den ersten Stopp für Helen ein kotz. Kurz vor Lancaster ist dann noch ein zweiter notwendig. Zum Glück sind wir seit dem Urlaub im Bayerischen Wald gut darauf vorbereitet.

In einem kleinen Örtchen auf der Strecke besorgen wir noch »Stugeron 15« gegen See- bzw. Reisekrankheit und ahnen dabei noch nicht, dass das eine grandiose Entscheidung war.

In Heysham regnet es mal wieder. Die Warterei ist gefühlt unendlich. Gegen 13.30 Uhr kommen wir an Bord. Es ist schon ziemlich voll, aber in der Junior Area ist nicht viel los und es steht wieder eine »Wache« davor, damit tatsächlich auch nur Familien mit Kindern dort Platz finden. Wir bekommen quasi den gleichen Tisch wie 2012. Dann füllt sich die Fähre langsam.

Irgendwann meldet sich der Kapitän und meint etwas von „20 Uhr Ankunft“. Waaaas? War nicht 17.45 Uhr geplant? Wir sind leicht schockiert. Der Sturm ist wohl so stark, dass wir einen Umweg an der walisischen Küste entlang fahren müssen. Zwischendurch kommt wieder eine Durchsage: Wer heute noch geplant hatte zu campen, für den sei gesagt, dass es starke Regenfälle gibt. Die Heilsarmee verteilt heißen Tee, außerdem hätten sich Inselbewohner angeboten, den Campern Unterschlupf zu gewähren. Das ist doch mal nett. Die Sickness-Tabletten helfen zum Glück.

Marn´ hol fast!
Marn´ hol fast!

Wir kaufen erstmal das TT-Programm. Den Mädels wird langweilig und da das Abendbrot in weite Ferne gerückt ist, gönnen wir uns Pommes. Wir quatschen ein bisschen mit Eugen und Dennis. Die Jungs vom Gruseleck sind auch an Bord.

So gegen halb sechs haben wir dann noch mal Spaß: Die Wellen sind beachtlich und schlagen bis hoch an die Fenster. Die Wirkung der Tabletten lässt bei Tante Silke so langsam nach. Der Kapitän kündigt ein Richtungsänderungsmanöver an und sagt, man solle doch bitte sitzen bleiben. Kik muss aber doch ein paar Mal aufstehen und die vollen Tüten wegbringen. Die Mädels und Tante Silke geben alles wieder her, was zuvor verspeist wurde: Pommes, Kekse, Müsliriegel, …

Jetzt kann die Insel dann aber langsam auch kommen! Gegen 18.20 Uhr meldet sich wieder der Kapitän zu Wort. Wir sind wohl in einer Stunde dort, aber „unfortunately“ ist das Wetter so schlecht, dass wir erst gegen 22.30 Uhr in den Hafen einlaufen und somit vom Schiff runter können. Waaaaas? Wahnsinn macht sich breit. Wir schreiben derweil alle Hoffnungen ab und lassen den Rest des Tages auf uns zukommen. Uns ist kalt und die für drei Stunden Fährfahrt mitgenommenen Vorräte gehen so langsam zu Ende.

Kurz nach 19 Uhr dann die Wendung: Der Kapitän will es doch versuchen. Juhu! Das ganze Schiff im Freudentaumel, vor allem weil die Stabilisatoren ausgeschaltet werden. Ein kleiner Junge bekommt Panik und hört nicht mehr auf zu schreien.

Gegen 20 Uhr fahren wir unverhofft an der Promenade in Douglas entlang und freuen uns, dass der Himmel aufreißt und die Sonne rauskommt. Wir verwerfen unseren Plan B, bei Dave im Glen Mona Pub Unterschlupf zu suchen und fahren direkt zum Campingplatz.

Himmel reißt auf
Himmel reißt auf

Dort angekommen ist es noch etwas nass, aber es sieht nicht so aus, als wenn es heute noch mal regnet. Außerdem ist noch genug Platz auf der oberen Terrasse in ausreichender Entfernung zum Feuer. Da die Mädels die Ankunft am Dhoon Glen verschlafen haben, nutzen wir dies aus und bauen schnell die drei Zelte auf. Zuerst das neue Proviantzelt, dann unser großes, danach Wulfis. Irgendwann kommen Eugen und sein Sohn auch an. Er musste an Bord noch etwas klären, weil sein Moped ramponiert wurde. Nun ist gerade noch so viel Platz neben uns, dass deren zwei Zelte da stehen können. Die Mädels werden wach und sind motzig. Wir beeilen uns mit den Luftmatratzen und Schlafsäcken. Irgendwann steht alles Wichtige, der Rest muss auf morgen warten. Die Mädels schlafen bald ein, wir machen noch einen Nudeltopf in der Hütte. Danach gibt’s Bier am Lagerfeuer. Heiner kommt vorbei und bereitet schon mal seine legendären Carling-Bomben vor.

Wir haben Vollmond und es ist kalt, aber schön. Zwischen 23 und 24 Uhr sind wir so müde und kaputt, dass wir die Segel streichen.

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Isle of Man 2015 – Tag 1

1.Tag: Sonntag, 31. Mai 2015

Auf zur Isle of Man 2015

Mit etwas Verspätung kommen wir um 9:18 Uhr zuhause los. Unser Ziel ist dieses Jahr wieder die Isle of Man, diesmal zur Zeit der Tourist Trophy. Da Helen im Herbst in die Schule kommt, sind wir ab da an die Ferien gebunden. Der Manx Grand Prix am Ende der Sommerferien sollte weiterhin machbar sein, aber die Tourist Trophy ist fast immer außerhalb der Ferien. Also: jetzt oder nie! Kiks Schwester ist heuer auch dabei. Nach all unseren Berichten will sie sich die Insel gern selbst anschauen.

Voll besetzt
Voll besetzt

Wir kommen richtig gut durch, nur die Gegenfahrbahn hat zweimal Stau, und gegen 16 Uhr sind wir an der Tango-Tankstelle am Europort in Rotterdam. Dort ist der Diesel nicht ganz so teuer wie unterwegs in Holland und schon gar nicht wie in Großbritannien, also machen wir den Bulli noch mal voll.

Trübe Aussicht
Trübe Aussicht

Da es mittlerweile aus Eimern regnet, entscheiden wir uns gegen das Bällebad des Fährterminals und stellen uns schon mal beim Einchecken an. Am Häuschen sehen wir Eugen und seinen Sohn Dennis. Eugen hatten wir schon 2007 auf der Isle of Man kennengelernt. Es beginnt ein nahezu endloses Warten in Line 3. Boarding bei Schiffen ist anstrengend, insbesondere mit kleinen Kindern.

Kurz vor sechs ist es endlich soweit und wir dürfen auf die Fähre, die «Pride of Rotterdam». Wir gucken kurz aus dem Bullauge unserer Kabine und haben dann alle Hunger. Zum Glück haben wir diesmal das Abendessen mitgebucht. Das Buffet ist schnell gefunden und wir schlagen uns die Bäuche voll. Der Lachs ist toll, das Hühnchen auch, die vegetarische Lasagne wird bei der Rückfahrt probiert, aber dafür gibt es noch Eis und Schokokuchen.

Abendessen
Abendessen

Jetzt geht es erstmal zum Hüpfen in die Kinderspielzone. Danach wird kurz das Shop-Angebot ausgelotet und für zu teuer befunden. Bei Kik springt der Sekundenzeiger nur noch alle fünf Sekunden weiter. Oh oh! An der Rezeption holen wir uns noch die üblichen Malbücher mit Wachsmalstiften und Aufklebern, bevor es wieder zurück in die Kabine geht.

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2015-05-31 Isle of Man040

Es wird geduscht, nicht weil man muss, sondern weil man kann! Gegen 20:30 Uhr geht die Fahrt los. Das Wasser ist grün, so wie das Gesicht von Tante Silke. Später sorgt sie dann noch dafür, dass das üppige Abendessen nicht so auf die Figur schlägt. 😉

Wir liegen gegen 22 Uhr im Bett. Carolin und Kik über Helen und Tante Silke im großen Bett, Markus oben gegenüber. So um 1 Uhr nachts wird die See flacher, das lästige Klappern eines der Betten kann behoben werden und die Übelkeit lässt ebenfalls nach.

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Isle of Man 2015 – Tag 17

17. Tag: Dienstag, 16. Juni 2015
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Tynwald, Glen Maye, Rennstrecke

Doc ist morgens doch noch da. Seine Fähre geht erst nachmittags. Er erzählt, dass die Bahn gestern auf dem Weg zum Bungalow anhalten musste, da sich ein Schaf im Zaun verfangen hatte. Der Schaffner und ein TT-Fahrer sind ausgestiegen und das Schaf hat dem TT-Fahrer ins Gesicht getreten. Nun kann er zuhause erzählen, dass er beim Bungalow verletzt wurde. 😉

Das Wetter ist einigermaßen, so dass wir unsere Smacks draußen frühstücken können. Irgendwann holen wir sogar mal das Fernglas raus.

Frühstück im Freien
Frühstück im Freien

Wir wollen heute ein bisschen Rennstrecke fahren. Bei Creg Ny Baa fahren wir drauf, biegen aber bei St. Johns ab und fahren zum Tynwald Hill.

Tynwald
Tynwald

Weiter geht es nach Peel zum Celtic Gold Laden, der am Mad Sunday geschlossen hatte. Die haben da tolle Sachen und Kik gönnt sich eine kleine Kette mit Dreibein.

Wir fahren weiter zum Glen Maye, einem der schönsten und abwechslungsreichsten Glens.

Glen Maye
Glen Maye
Glen Maye
Glen Maye

Dann geht es bei St. John’s wieder zurück auf die Rennstrecke. Irgendwie vergessen wir, dass wir ja noch nach Niarbyl wollten. Wir fahren bis Ballaugh Bridge und biegen direkt dahinter ab in Richtung Berge. Die Straßen sind super eng, das Land ist weit und ab und zu sieht man ein paar Schafe. Beim Bungalow machen wir einen kurzen Halt und knipsen das große Schaf und Helen darf sich auch mal bei Joey hinten drauf setzen.

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Joeys Denkmal

Zurück in Ramsey gehen wir an den Strand und sammeln noch ein bisschen Muscheln.

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Strand in Ramsey

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Isle of Man 2015 – Tag 18

18. Tag: Mittwoch, 17. Juni 2015
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Douglas

Heute Morgen ist es nass und kalt. In der Bucht sieht man vor lauter Nebel das Wasser nicht. Die Smacks werden also drinnen gefrühstückt. Draußen regnet es derweil in feinen Strömen. Es sieht minütlich heller aus, aber wir warten noch ein bisschen ab. Kiks Füße werden kalt, die Mädels malen, Tante Silke strickt Socken.

Nasskalter Morgen
Nasskalter Morgen

Irgendwann hört es auf zu regnen und wir machen uns fertig. In Douglas wird wie immer an der Promenade geparkt. Dann laufen wir die Fußgängerzone runter bis zum Fährterminal und wieder zurück mit Ziel T-Shirt-Laden. Die Mädels bekommen endlich ihre Wunschshirts, Carolin ein rotes mit gelbem Dreibein drauf, Helen eins mit »TT Races Isle of Man« in pink. Markus und Kik können sich nicht so recht entscheiden.

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Pferdekutsche

Dann geht es zurück zum Campingplatz. Da Markus eines seiner Fotos vom Dhoon Glen Wasserfall nicht so schön hinbekommen hat, will er jetzt noch mal schnell ein Bild machen. Die Mädels müssen natürlich unbedingt mit, also doch nichts mit schnell.

2015-06-17 Isle of Man040
Wasserfall Big Girl

Wir fahren danach zu Dave ins Glen Mona Hotel, weil wir etwas essen wollen. Daves Sohn Ryan ist dort jetzt Koch. Wir sind gespannt und bestellen Burger und Pommes mit Käse und Bohnen. Besonders letztere sind echt lecker und werden zu Hause ins Repertoire mit aufgenommen.

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Sehr leckeres Burger-Essen

Später läuft Schneewittchen im Fernsehen und alle, einschließlich Dave, Ryan und Gäste gucken mit. Gegen 21 Uhr fahren wir zurück zum Campingplatz und Dave verspricht, in ein paar Minuten nach zu kommen. Markus hat seine Mühe, schnell das Feuer zu entfachen, während Kik die Mädels in Bett bringt.

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Light my Fire

Nach Hilfe von etwas WD40 und 10W50 ist das Feuer irgendwann am brennen. Die Jungs wollen aber richtig Feuer haben und legen daher vier Paletten drauf. Der Wind lässt die Flammen unkontrollierbar hin und her lodern und Wulfi verbrennt sich die Wimpern.

Der Sweet Cider (Black Bart) aus Wales von Dave schmeckt den Damen super und die Jungs bekommen dafür ein Weizen aus ’m Plastikglas. Irgendwann kommt auch Les noch vorbei und meint schon von oben, dass Waliser auf dem Platz nicht erlaubt sind. 🙂

Les fährt dann zum Pub hoch und Dave folgt ihm mit seinem Kumpel. Sie nehmen noch die Flasche portugiesischen Likör mit, weil der ihnen gut zu schmecken scheint.

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Feuer

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Isle of Man 2015 – Tag 19

19. Tag: Donnerstag, 18. Juni 2015
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Einpacken, Douglas Promenade, Fähre Douglas-Heysham

Morgens fangen wir an, alle Klamotten aus den Zelten in die Hütte zu holen. Das Wetter ist gut und so bekommen wir die drei Zelte trocken eingepackt. Dann geht es daran, die ganzen dreckigen Klamotten und Steinesammlungen irgendwie im Bulli zu verstauen. Es wird am Ende nicht viel weniger als auf der Hintour. Die Reste der Engländer lassen wir natürlich nicht verkommen und es sind sogar noch ein paar Carling und Bitter da. Für die lange Rücktour werden noch ein paar leckere Sandwiches mit Käse, Gurke und Tomate geschmiert.

Als Les vorbei kommt, sind wir gerade in den letzten Zügen. Tante Silke feudelt die Küche und Kik rupft Blumen aus. Les zeigt, welche er nehmen würde und hilft beim Ausbuddeln. Außerdem erzählt er noch von einem Strand mit tollen Steinen und fragt, ob es Wulfi nicht gefallen hat, weil sie immer so traurig guckt. Markus meint dann, dass sie Vegetarierin ist und die würden immer so gucken.

Wir sollen noch Dave oben an der Straße besuchen, weil er so viele alte Mopeds in der Garage hat. Dann verabschieden wir uns.

Der andere Dave, vom Glen Mona Pub, bekommt zum Abschied die letzte Dose Weizen und eines der Plastikgläser dazu. Dave sagt noch, dass der andere Dave gerade im Urlaub ist, also wird es nichts mehr mit dem Mopedsgucken.

Dann geht es runter nach Douglas und wir spazieren ein letztes Mal an der Promenade entlang, dort, wo die schönen Blumen wachsen.

Douglas Promenade
Douglas Promenade
Marienkäfer
Marienkäfer

Die Ben My Chree kommt recht pünktlich um 17.45 Uhr an und da wir davon ausgehen, dass der Check-in um 18 Uhr beginnt und um 19 Uhr schließt, stellen wir uns in die kleine Schlange. Um 18.04 Uhr geht es tatsächlich los. Wir werden dann »ganz zufällig« noch zur Durchsuchung gebeten. Die Jungs dort sind fast nicht zu verstehen, haben aber nichts auszusetzen und loben noch unser Packsystem.

Ben My Chree
Ben My Chree

Dann beginnt das Warten. Aufs Schiff dürfen wir tatsächlich erst um 19 Uhr. An Bord sitzen wir wieder in der Family Lounge. Außer uns ist dort nur eine andere Familie. Wir essen erstmal unsere englischen, dreieckigen Sandwiches und ein paar Scones mit Apfel-Zimt-Marmelade und Cornish Clotted Cream (Viele Grüße nach Newmarket). Um 19.45 Uhr geht es los. Die Mädels und Tante Silke malen ein bisschen und irgendwann sorgt der Papa dafür, dass die Fernseher angemacht werden.

Die Windfarm
Die Windfarm

Da sie den Aufgang zum Außendeck nicht gleich findet, verpasst Kik beinahe den Sonnenuntergang, kann aber schön die Klewiane knipsen.

Sonnenuntergang, fast verpasst
Sonnenuntergang, fast verpasst

Gegen 23 Uhr kommen wir in Heysham an. Dave hatte uns gesagt, dass er immer in Morecombe auf einem Parkplatz am Strand parkt. Da würde keiner was sagen. Wir fahren also dorthin und überall steht fett dran, dass Camping oder im Wagen schlafen strictly prohibited ist. Wir gehen das Risiko ein, verhaftet zu werden und in die Zeitung zu kommen. Das mit dem Schlafen im Auto klappt außer bei Carolin nicht so richtig gut. Die Mädels bleiben einfach in ihren Kindersitzen und Helen motzt und heult ab und zu. Markus kann mangels Beinfreiheit hinterm Steuer nicht schlafen. Wulfi geht auf den nach hinten geklappten Beifahrersitz und Kik biegt sich auf die Rücksitzbank neben Carolin. Das ist auch nicht besonders bequem. Jetzt rächt es sich, dass wir erst so spät gebucht und dadurch nichts mehr anderes bekommen haben. Die nächste Rücktour ist auf jeden Fall wieder morgens. Beim Pullern werden auf dem Parkplatz Ratten gesichtet.

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Isle of Man 2015 – Tag 20

20. Tag: Freitag, 19. Juni 2015
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Sightseeing in Hull und Rückfahrt nach Rotterdam

Irgendwann wird es richtig kalt. Da wir eh nicht schlafen können, fahren wir gegen 5 Uhr mal los. Zwischendurch gibt es einen kurzen Stopp für Käsebrote.

Kalt, ungemütlich, bäh
Kalt, ungemütlich, bäh

Auf halbem Weg halten wir in York beim Aldi, wo wir unser letztes Kleingeld auf den Kopf hauen: Es gibt ein paar lätschige Brötchen für den restlichen Käse und große Chipstüten mit 30 kleinen Tüten drin.

Weiter geht es nach Hull und wir sind viel zu früh. Auf einem Spielplatz kurz vorm Fährterminal machen wir noch mal einen Halt. Es gibt Picknick mit Käsesandwiches und Clotted Cream. Ein Engländer, der schon oft in Dänemark war, meint, dass das Wetter nie besser wird als jetzt. Na Moin, wir frieren.

Hull
Hull

So gegen 12 Uhr kommen wir am Fährterminal an. Wir treffen ein Böblinger Ehepaar, dass mit seinem kleinen, weißen, alten Opel in Schottland unterwegs war. Der Frau wurden beim Fahren im Regen immer die Beine nass und daher wollten sie nach drei Wochen schlechtem Wetter ihren Urlaub jetzt um ein paar Tage verkürzen.

Wir haben noch ewig Zeit und entscheiden uns zu einem kleinen Stadtbummel. Die Stadt ist nett mit vielen alten Gebäuden. Die Holy Trinity Parish Church gucken wir uns von innen an, finden aber keine der versteckten Mäuse. Endlich können wir auch mal ordentlich Fotos vom Feuerschiff machen.

Holy Trinity Church
Holy Trinity Church
Feuerschiff
Feuerschiff

Gegen 16 Uhr sind wir zurück am Fährterminal von P&O. Kik fragt mal nach, wann man mit dem Auto auf die Fähre kann. Die Frau am Schalter meint, dass es gegen 16.30 Uhr los geht, man aber jetzt schon zum Check-In-Schalter fahren könne. Juhu! Wir müssen also nicht noch wie befürchtet zwei Stunden bis 18 Uhr rumlungern, obwohl Kik es geschafft hatte, den grünen Knopf für zwei Stunden freies Parken zu finden.

Es sind nicht viele Leute da, das Einchecken geht schnell. Wir stehen in der dritten Reihe und freuen uns ´nen Keks, Helen am liebsten gleich mehrere, als es kurz nach 16.30 Uhr tatsächlich auf die Fähre geht. Die Kabine 10344 ist unsere. Wir machen uns auf in die Hüpfzone. Unsere Hoffnung auf Abendessen ab 18 Uhr erfüllt sich und wir sind mit die ersten am Buffet.

Abendessen
Abendessen

Wir bekommen quasi den gleichen Platz wie letztes Mal, nur hinten rechts statt vorne links. Es wird gegessen was der Magen fasst und am Ende sind wir pappsatt. Die Mädels werden schnell noch geduscht und schlafen bald ein. Kik vernichtet noch den restlichen Rotwein vom Doc.

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